It's a van!

Anna und Flo on Tour.

2021

Im Oktober 2021 haben wir uns einen Van gekauft, in 6 Monaten ausgebaut und alles in Deutschland aufgegeben.

2022

Im Mai sind wir losgefahren an der Atlantikküste entlang, über Frankreich, Spanien und Portugal. Den Winter haben wir auf den Kanaren verbracht und unseren Teneriffa-Hund Paul adoptiert.

2023

Im März sind wir wieder zurück nach Deutschland in eine Wohnung gezogen. Wir haben unseren Bob verkauft, einen Oldtimer gekauft. Schnell war uns klar, dass wir wieder los reisen wollen. Wir haben diesen wieder verkauft und schlussendlich einen neuen Van gekauft.

2024

Dieses Jahr heiraten wir und werden wieder auf Reisen gehen. 

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Unsere Lieblingsstrände

 

Etwas Neues, etwas Blaues, etwas Geborgtes. 

Wie lange ist bitte das letzte Update hier her? 
Wow … die Monate fliegen und doch fühl’ ich mich so, als ob ich nur darauf warte wieder abzuhauen. Gefühlt passiert schon lange alles gleichzeitig und steht trotzdem still.  Worte wollte ich schon lange finden, um alles zu beschreiben und mir selbst einfach Raum zu geben. Denn das tut mir gut. Doch was in letzter Zeit folgte, waren alte Verhaltensweisen, Symptome der Unzufriedenheit, Symptome der unendlichen Tiefe in mir, die nicht gestillt wird und mich immer wieder in ihren Sog zieht … 

Und vielleicht ist doch mehr vorangegangen, als ich glaube, denn in 5 Monaten steht unsere Hochzeit vor der Tür. Mit fast 80 Personen rückt dieses Event für uns nun auch mit der Planung und Organisation immer näher. Ich glaube tatsächlich, uns hätte dann doch eine kleine Variante gereicht, aber jetzt kommt es so und wir freuen uns auf diesen besonderen Tag. Denn irgendwie warten wir seitdem wieder in Deutschland sind auf diesen Tag, um dann wieder abzuhauen. Ob wir uns im Kreis drehen mit unseren Plänen und Zielen? Well … life comes in waves, right? 

Ist es nicht so, dass wir immer wieder Neues wagen können? Uns los lösen können von Routinen und Alltag? Ist es nicht so, dass es das ist, was dich wirklich zum Leben bringt? Letztens hat mir Flo einen alten Kommentar unter unserem Vanille-Zeitungsartikel vorgelesen: „Die Zwei müssen ganz schön naiv sein …“. 

Die Worte kommen seitdem immer wieder hoch bei mir. Ich gebe zu, ich habe schon so einige Male aus Naivität gehandelt und mich verletzen lassen. Mittlerweile weiß ich, dass Naivität nicht nur negativ sein muss. Heißt es nicht, der Situation mit Mut und Wohlwollen entgegenzutreten? Das Gute beizubehalten und ohne vorherige Laster dem neuen zu begegnen? Vielleicht spricht da aber auch mein naives Ich aus mir. :-) 

 

Nun ist „die Katze also aus dem Sack“. Wir werden Deutschland wieder verlassen, alles aufgeben und ohne Ende auf ein neues Abenteuer gehen. Und ja … selbstverständlich ist unser großes Paulchen mit dabei. Jetzt fragt sich der ein oder andere vielleicht, mit welchem Van wir diesen Schritt als frisches Ehepaar gehen wollen. Auch hier sind wir neu „beglückt“ worden. Oder sagen wir mal, erst einmal so richtig hereingelegt worden (vielleicht ist doch mehr Naivität bei uns im Spiel, als uns bewusst ist). Nach unserem guten Gefühl zu dem Verkäufer und Honig, den uns der Surf-Kollege geliefert hat, folgte ein Drama auf das Nächste. Das Ende von diesem Trauersong waren Reparaturkosten im 5-stelligen Bereich!!!! 

Honestly … diese Zeit hat nicht nur unser finanzielles Herz gebrochen und hinterlässt nach wie vor ein unangenehmes Gefühl. Dennoch heißen wir unseren Benno herzlich willkommen in unserer Reisefamilie und hoffen nun, dass sich der Aufwand, Schmerz und Geld umso mehr gelohnt hat. 

 

Also zählen wir noch ein bisschen mehr die Tage und Monate, bevor es wieder auf die Straßen, ans Meer und auf die Wellen geht. 

 

We can’t wait!  
/15.03.2024

 Stillstand.

Ein neues Update will ich bestimmt seit zwei Monaten zusammenschreiben. Gefühlt jede Woche verschiebe ich dieses "To Do", denn es kommt mir vor, als ob bei uns Vieles still steht. Der Alltag und die Routine hat sich mehr als eingeschlichen und ich bin ehrlich, es fühlte sich die letzten Wochen nicht gut an. 
Nachdem wir uns von Bob getrennt hatten, hatten wir uns über einen Kollegen von Flo schneller als gedacht ein neues Auto gekauft: Vannie ist eine alte Oldtimer-Dame aus dem Baujahr 1986. Der schnuckelige Nissan Vannette soll unser neues kleines Van-Projekt werden, mit einem Mini-Ausbau. Leider streikte sie bereits zwei Wochen nach dem Kauf und ich warte sehnsüchtig darauf, dass Vannie bald wieder fahrbereit ist. Natürlich habe ich mir wenig Gedanken darüber gemacht, wie verzögert eine Reparatur bei einem alten Auto ist ...

Auch wenn ich mittlerweile eine Angst-Autofahrerin bin, so ganz ohne Möglichkeit von A nach B zu fahren, fühlte ich mich in den letzten Wochen sehr gefangen. 
Die ersten Sommerwochen waren unfassbar heiß in unserer Dachgeschosswohnung. 
Unser Gemeinschaftsgarten ist zwar eine Lösung, aber nicht die, die einen tagtäglich erfüllt. Wo also soll man hin fliehen, mit Paul im Gepäck und ohne Auto?

Ich vermisse das Meer. Die Wellen. Die Abkühlung bei Hitze und Sommerstimmung. Es gibt zwar ein paar bekannte Freibäder im Umkreis, aber mit der Bahn, oder mit dem Rad brauche ich mindestens eine halbe Stunde und kann nicht "mal eben" eine Abkühlung bekommen. Ja, ich bin ehrlich: Das zusammen hat mich die letzten Wochen sehr frustriert und in ein ziemliches Loch geschmissen. 
Meine Essstörung hat mich wieder mehr und mehr eingenommen und ich habe alte depressive Verhaltensweisen wieder hochkommen lassen. 
Gedanken und Gefühle, an denen ich die letzten 10 Jahre gearbeitet hatte, waren auf einmal wieder präsent.  Schleichend und ohne Vorwarnung lag ich da, in Selbsthass, Zweifeln und Fragen nach dem Sinn. 

Da wo das letzte Jahr Abenteuer, Abwechslung und Neues fast tagtäglich neu definiert wurde, frage ich mich jetzt, was ich eigentlich will und wer ich bin. 
Das sind Fragen, die mich immer wieder beschäftigen. Doch dieses Mal trafen sie mich tief. Geleitet von Ansichten und Vorhaben, die ich glaube, tun zu müssen, doch nie wirklich weiß, ob ich das wirklich will. Unser Leben, es steht gerade still.

Zusätzlich zu meiner Identitätskrise und den Autosorgen zeigt sich Paul gerade wenig bei guter Gesundheit. Gefühlt macht der Große uns jede Woche neue Sorgen.
Nach seinem starken Juckreiz, Haarausfall, Ohrenentzündung, Hautentzündung an den Pfoten und Insektenstich, hat sich nun bei einer kardiologischen Untersuchung ein Herzfehler bestätigt. Paul darf bald am Herzen operiert werden. 

Natürlich geht das alles irgendwie schlimmer und ich frage mich, ob ich es bin, die die Dinge gerade nicht so leicht annehmen kann und locker sieht. Ich frage mich, ob ich diejenige bin, die wieder den leichten Weg des Opfers wählen will ...

_________________
Vor ein paar Tagen breche ich aus. Fliege mit der Arbeit an Meer. Springe in das salzige Nass. Lasse los. Bin frei. Ich merke, wie sehr der Ozean mich leben lässt. Wie sehr ich genau das will. Dann denke ich zurück. Zurück zu den Tagen, an denen uns das Meeresrauschen Tag ein und Tag aus nicht verlassen hat. Ich denke an die Tage, die ich aktuell so sehr vermisse. Auch da war nicht alles gut und Glück. Sorgen, Zweifel, Gedanken über das, was anders sein kann. 

Ich suche immer noch im Außen nach Antworten auf mein, auf unser Leben; doch die Lösung liegt in mir. Und nur ich bin die, die mir die Gelassenheit und Zufriedenheit erlauben kann. 
  
/04.07.2023



 Ist es das Ende? 


Seit Wochen ist die Luft raus bei uns, was Social Media betrifft. Irgendwie fallen die Ideen und Gedanken nicht mehr so leicht durch die Kamera. 
Da, wo wir dran bleiben wollten, haben wir den Anschluss verloren. Der deutsche Alltag hat uns wieder. Arbeit. Haushalt. Gassi gehen. Ob mir das gefällt und ob das so gut ist? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Irgendwie tut die Routine und Regelmäßigkeit gut, aber irgendwie eben auch nicht. Immer wieder ertappe ich mich bei der Sehnsucht nach Wellen, dem Meer, dem niemals endenden Rauschen im Hintergrund. Ich vermisse das. 
 
Es ist nicht das einzige, was gegangen und nun fern ist. 
Wir haben Bob verkauft. 
Das Hin und Her hat uns schon lange beschäftigt, denn Bob war für Flo und mich ein Zuhause, Abenteuer und Zusammenhalt. Gerade Flo hat unzählig viele Stunden an Arbeit investiert. 
Es ist uns nicht leicht gefallen. Doch die Vernunft hat gesiegt und wir haben heute „Good Bye“ gesagt. Das Schöne ist aber, dass wir einen ganz tollen neuen Besitzer gefunden haben, der Bob ein neues Zuhause schenken wird. Er war direkt Feuer und Flamme. Sogar der Name darf bleiben und wir sind uns sicher, dass uns ein paar Eindrücke seiner neuen Erlebnisse erreichen wird. 
 
Den Entschluss haben wir gefasst, da Bob für uns und in unserem aktuellen Lebensstil in Bielefeld kein Alltagshelfer war. Ich bin mit ihm nie alleine gefahren und sowieso nur ganz selten. Paul ist zu groß geworden, um einen passenden Platz zu finden und für unsere zukünftigen Pläne mussten wir unseren Finanzplan etwas umstrukturieren. Nun ist er auf dem Weg in eine neue und aufregende Zeit. 
 
Wenn ich so darüber schreibe und nachdenke, kommt schon eine gewisse Nostalgie in mir auf. Nicht nur, weil dort kein grüner Camper mehr auf uns wartet, der uns Freiheit geschenkt hat, sondern auch, weil ich wieder hier stehe und mich frage, was ich eigentlich will. Ich fühl’ mich nicht mehr verbunden mit den Vorhaben und Zielen, die ich vor und während unserer Reise hatte. Ich hab mehr Zeit, doch ich weiß gar nicht, was ich damit soll. Immer habe ich so weit vorausdenken wollen. Was kommt als Nächstes und was steht auf dem Plan. Jetzt ist da nicht viel und ich frag’ mich, wie komm’ ich voran. 
 
Irgendwie merk’ ich auch, dass ich diesen Plan aktuell gar nicht mehr will. Immer dieses „ich muss das machen“ und „ich muss dem entsprechen“; vielleicht steht deshalb unser Instagram so still. Mein Leben dreht sich um Zuhause, Flo und Hund. Vielleicht ist das die Ruhe und das Gefühl, dass wir endlich angekommen sind. 
 
Und doch merke ich, dass mir etwas fehlt. Das kenn’ ich schon. Gefühlt mein halbes Leben ist sie immer wieder da. Die Unzufriedenheit. Das Streben nach Veränderung. Der Zwang, so viel erreichen zu müssen. Immer mehr und mehr und mehr. Aber wofür? Für wen lohnt sich das? 
 
Wir sind erstmal hier und das ist gut so. Ich mache das Fenster auf. Spür die Abendsonne im Gesicht und hör die Vögel zwitschern. Danke liebes Leben, dass du da bist. 

  

/30.04.2023


Time flies by ... 


Ich sitze auf unserer eBay-Couch in Bielefeld, und habe mir gerade den letzten Post durchgelesen. Verschiedenste Gedanken und Gefühle durchfließen mich dabei. 
Unser Leben hat sich in dem letzten Monat komplett gewandelt. Ob zurück, oder nach vorn, weiß ich nicht. Immer wieder denk' ich zurück. 
Immer wieder frag' ich mich, ob das so richtig war ... 

Nach unserer Fährenfahrt auf das Festland Mitte Februar ging alles so unfassbar schnell. Das Wetter, Starkwind und Kälte machten es für uns, ohne eingebauter Heizung nur schwer möglich, die weitere Zeit zu genießen. Da, wo wir uns eigentlich auf unserem Surfboard erhofften, trafen wir uns wieder eingekuschelt, mit Tee und Wärmflasche. Nach ein paar Tagen voller Windböen stand für uns fest: Wir wollen schneller zurück nach Deutschland als gedacht. Also 2.500 km here we go. 

Was folgte, waren 5 Tage on the road. 5 Tage Kilometer sammeln. Täglich wurde es kälter und die Morgenstunden machten uns häufig zu kämpfen. Da wo nachts der Winterschlafsack zum Einsatz kam (thanks god, I took it with me!!!), dauerte es tagsüber ewig, bis alles warm wurde. Auch unser Inselhund war nicht so richtig erfreut von den Minusgraden. Also ging es so schnell wie möglich weiter. Bob zeigte sich nach 10-monatigem Fahr- und Wohnnutzen langsam von seiner aufgebrauchten Seite. Unsere Vorderreifen waren ehrlich gesagt so abgefahren und ohne Profil, dass wir einen Sicherheitscheck definitiv nicht bestanden hätten. In Frankreich verabschiedeten sich dann auch unser Scheibenwischermotor und wir waren ohne Scheibenschutz unterwegs. Der letzte Tag hatte es richtig in sich. Nach 3 Tagen ohne Dusche, Feuchtigkeit und Winterwetter hörte es nach einem nebeligen 5-Uhr-Morgen einfach nicht mehr auf zu regnen. 20 km vergingen nur im Schneckentempo. Immer wieder mussten wir anhalten und die Scheibe für gefühlte Sekunden trocken wischen ... ja, wir lieben das Risiko. Oder zumindest Flo :-D

Endlich "Zuhause" bei meinen Eltern angekommen fühlte sich das schon ziemlich komisch an. Irgendwie gut. Aber irgendwie halt auch nicht. Das Meer ist nicht mehr unser ständiger Begleiter. Neoprenanzug und Surfboard liegen jetzt da, wo man vergisst, dass Dinge eben liegen. 

Ein bisschen traurig und melancholisch macht mich das gerade beim Schreiben dieser Zeilen schon und immer wieder frage ich mich, ob das alles so ist, wie ich will. 

Doch was will ich eigentlich? 
Diese Frage begleitet mich bestimmt schon 10 Jahre lang. 
Alles, was ich je wollte, das habe ich. Partner. Hund. Reisen. Abenteuer. 
Wieder merke ich, dass es richtig ist, wie es eben gerade ist. Denn auf unserer Reise haben wir gemerkt, dass es eben nicht das ist, dass wir auf ewig in Bob leben können.
Diese Erfahrungen kann uns keiner nehmen und sie haben uns viel mehr gelehrt über unsere Ressourcen Wasser, Sonne und Umwelt. 
Ich hoffe, wir halten noch lange daran fest. Wie es mit unseren Reise- und auch gerade Bob-Plänen weiter geht, wissen wir noch nicht genau.

Nun heißt es für uns erst einmal wieder zurückfinden. Zurück in eine Wohnung. Zurück zum Alltag und vielleicht auch manchmal Eintönigkeit. Aber auch das fühlt sich gerade gut an. Zumindest so gut, dass es vorerst so bleiben kann.
  

/17.03.2023


Wie lange wollen wir noch so weiter machen? 

Der Januar liegt hinter uns. Der Monat des Neuanfangs und der Neujahrsmotivation. Meist auch geprägt mit winterlichen Temperaturen und Dunkelheit. So richtig traf das bei uns natürlich nicht zu. Auch wenn es etwas kühler wurde auf Fuerteventura und ich die Nächte mit meiner Wärmflasche verbringe, so waren die Tage geprägt vom Sommerfeeling am Meer. Die kanarische Insel des starken Windes machte ihrem Namen allerdings in den letzten Wochen alles gerecht. 
Ich muss ehrlich dazu sagen, ganz so angenehm erschien uns dieses Wind-Leben nicht an jedem Tag. Gerade nachts, wenn die Windböen an Bob vorbeizogen und das Auto zum Wackeln brachten; war es nicht immer angenehm. 
Mehr und mehr merkten Flo und ich, dass uns das Vanlife mit seinen Freiheiten und Verbundenheit zur Natur glücklich macht, aber eben nicht nur ... 
Vielleicht ist es die längere Zeit auf der Insel und eine gewisse Eintönigkeit unseres Alltages gewesen, denn mehr und mehr wurde uns bewusst, dass wir Veränderung benötigen. So sehr wir uns vor zwei Monaten noch darauf freuten, endlich Ruhe zu finden und nicht ständig unseren Standort zu wechseln, so sehr freuten wir uns schlussendlich auf etwas mehr Abwechslung. 
Vielleicht sind wir mit den Monaten auch einfach etwas van- und winterfaul geworden ...
Sobald die Sonne unterging, wurde es frisch um uns herum. Zu mehr als gemeinsamen Kuschelstunden kann man uns da kaum mehr locken ...

Wir lieben diese Reise und die Momente, die wir tagtäglich erleben. Doch merken wir auch, dass Vanlife eben nicht unser forever life sein wird. Nach und nach wurde aus dem "Du" und "Ich" ein "Wir" und die Verbundenheit zur eigenen Individualität zerbrach. Unser "Wir" ist toll und das soll es auch bleiben. Aber genau dafür brauchen wir wieder ein stärkeres "Du" und "Ich". Wir haben für uns entschieden, dass es das wiederzuentdecken und zu festigen gilt.

Auch merken wir, dass unserer kleiner großer Paul langsam aus dem Van herauswächst und Veränderung ansteht. Sein Hundewohl ist uns wichtig und wir möchten diesem sein ganzes Leben lang gerecht werden.

Unsere Reise ist noch nicht zu Ende. Viele Wellengänge stehen uns noch bevor. 
Wir wissen allerdings, dass es dieses Ende geben wird. Und genau dieses Wissen lässt mittlerweile eine gewisse Melancholie in mir aufkommen. Blicke ich auf das Meer, den Sonnenaufgang und das türkis klare Wasser, dann fühle ich, dass dieser Moment nicht unendlich ist. Doch dadurch, dass ich genau das fühle, merke ich, wie unfassbar kostbar und wichtig diese Reise für mich ist.

Alles hat seine Zeit, so wie diese Momente, du und ich.


  

/07.02.2023


Was war das für ein Jahr ... 

2022 liegt bereits ein paar Tage hinter uns. So richtig glauben können wir das noch nicht, denn das letzte Jahr hatte es unfassbar in sich für uns. 
So viele Eindrücke und Erlebnisse, wie noch nie. Seit 7 Monaten sind wir jetzt mit unserem Bob unterwegs. Ein neues Leben mit neuen Routinen und Neufindung auf allen Ebenen.
Egal ob Wasser, Strom, Müll, Hygiene, Wäsche, Kommunikation ... Wir haben in den vergangenen Monaten alles, was jahrelang selbstverständlich erschien, neu schätzen und kennengelernt. 
Auch sind es nicht nur die äußeren Umstände, die sich für uns mit unserer Reise verändert haben, sondern auch wir selbst.
Konsum, Partys, Menschenmassen, Großstadtleben, Vollzeitjobs ... Das sind Dinge, die wir meiden und uns in nächster Zukunft nicht mehr vorstellen können, so zu integrieren und nachzugehen.

Manchmal frage ich mich dennoch, ob es gerade so, wie Flo, Paul und ich aktuell leben, einfach ist. Immer auf der Suche. Immer im Wandel.  Manchmal denke ich mir, wäre ein Leben mit täglichem Bürobesuch, Wohnung und Fitnessstudio am Feierabend nicht einfacher? Funktionieren im System der Wirtschaft. Nicht immer das Andere, das Außergewöhnliche wollen.

Mittlerweile ist der Reiselifestyle keine Seltenheit mehr und weltweit möglich. Dennoch merke ich, dass es eine komplette Zufriedenheit nur in wenigen Momenten bei mir gibt.
Je älter ich werde, umso mehr verkopfe ich. 
Zweifel, Sorgen, Ängste ... gerade für uns zu zweit und 24/7 zusammen, ist es in den letzten Monaten nicht leicht gewesen, unseren Gedanken und Emotionen alleine Raum und Zeit zu geben. Den anderen einfach mal machen lassen. Gespräche ruhen zu lassen. 
Für uns jedes Mal eine neue Challenge und wir haben gelernt, dass wir zusammen noch viel lernen müssen.

Andererseits wissen wir, dass wir noch so viel mehr bereisen und sehen möchten. 
Große Pläne haben wir schon geschmiedet. Wie lange was dauern wird umzusetzen, steht für das anstehende Jahr noch in den Sternen ...


/05.01.2023


Was für eine Veränderung... 


November … eigentlich ist dieser Monat einer meiner am wenigsten gemochten Monate. Der Herbst ist irgendwie nicht mehr schön. Es ist grau, kalt und dunkel. Alles, was man jetzt draußen macht, macht irgendwie nicht mehr so richtig Spaß. Bis jetzt.

Dieser Monat war für uns geprägt von Umschwung und Veränderung.

Nachdem wir das schöne El Palmar in Andalusien verlassen hatten und einen kurzen Abstecher nach Sevilla gemacht hatten, wurde unsere Surfing-Saison gefühlt beendet. Ungewollt. Doch um die Hafenküste, um die Grenze von Spanien und Portugal herum, gab es eines auf jeden Fall nicht und das waren WELLEN.

Etwas zu früh, wie eigentlich immer, waren wir in dieser Gegend angelangt und wussten so gar nicht, wohin und was hier passieren soll. Also sitzen wir so unsere Tage ab. Erledigungen, Arbeit und ein bisschen Überforderung.

Auch die winterliche Kälte blieb nicht ganz aus. Ohne Heizung wurden die Vormittage mit Wärmflasche und Tee verbracht. Ehrlich gesagt, waren die Morgende bei 8 Grad in Bob aber wenig schlimmer als gedacht.

Nach einem kurzen Batterie-Schock und ADAC Notfall-Anruf war es dann endlich so weit! Unsere Fähre fährt ab! 38 Stunden bis zu den Kanaren stehen uns bevor. Das war tatsächlich gar nicht so ohne. Seegang. Schwindel. Übelkeit. So manch einer sah nach der ersten Nacht gar nicht mal mehr so lebhaft aus.
Nachdem wir vorher bereits einige Storys zu der Fahr gehört hatten, hatte ich zum Glück darauf bestanden eine Kabine zu buchen. Das war auch gut so, auch wenn die Orientierung und Wohlbefinden nach und nach abnahmen …

Doch alles überlebt - Nachts um 3 waren wir dann auf Teneriffa angekommen. Das fühlte sich schon komisch an. Übermüdet und mit Aufregung die nächste Zeit auf einer Insel zu wohnen.

Noch viel spannender wurde unser 1. Tag. Nach einem Minimum von Schlaf ging es für uns direkt zu einem besonderen Besuch: Wir treffen Paul.

Und dieser Tierheim-Mischlings-Hund hatte es uns direkt angetan. 5 Monate jung ein Goldstück.
Der Fokus unseres Vanlifes verschob sich auf ein Mal von “Where to Surf” zu “What to do with a do.”

Vier Tage hatte es gedauert, dann waren wir zu dritt. Das sind wir natürlich immer noch.

Aufregende erste Tage standen uns bevor. Das war natürlich nicht wirklich leicht. Alles, was sich die letzten Monate als Abläufe und Routinen bei uns eingespielt hatte, wurde jetzt neu definiert. Wir sind auf den Hund gekommen.

Nach anfänglichen Autofahrschwierigkeiten blüht Paul jetzt mehr und mehr auf. Gefühlt wächst er jeden Tag ein bisschen mehr. Wir sind gespannt, wo uns dieses neue gemeinsame Leben ab jetzt hinführt und welche gemeinsamen Abenteuer wir erleben werden.

Die ganze Story zu unseren ersten Tagen findet ihr übrigens in DIESEM YouTube Video.

Das wird eine Weihnachtszeit auf einem ganz anderen Niveau.

/30.11.2022


Das war es schon. 

Wie schnell ist bitte der Oktober vergangen?
Eins hatten wir den letzten Monat auf jeden Fall zu genügen: WIND.
In der Algarve, dem Süden von Portugal, ging es nicht nur windig her, sondern auch mit ganz schön großen Wellen. So richtig einfach wurde es uns in der berühmten Vanlife und Camperregion nicht gemacht (Mehr dazu auch in DIESEM Video).
Nach zwei Wochen hin und her touren zwischen Parkplätzen und Surfingspots, sind wir doch schneller als gedacht wieder über die portugiesische Grenze nach Andalusien, Spanien, gekommen. Geplant war das nicht wirklich. Ziemlich spontan hatten wir Besuch von zwei Freunden aus Bielefeld bekommen und wir sind eine Woche zusammen gereist. Dem etwas straffen Zeitplan geschuldet, haben wir uns angepasst und schwuppssss... auf ein mal stehen wir in Malaga am Mittelmeer. Das hätte keiner von uns so wirklich erwartet. Ebenso nicht die extremen Hochsommertemperaturen von über 30 Grad.
Was folgt sind herzliche Tage zu viert mit viel Essen, Sonne und Heiterkeit (Schon unser VIDEO dazu geschaut?). Andalusien zeigt sich von seiner schönen und sommerlichen Seite. Tatsächlich war uns gar nicht bewusst, dass wir hier am südlichsten Punkt von Europa ankommen und nur 15 Kilometer von Afrika entfernt sind. Auch die Parkplatzsituation ist wieder wesentlich entspannter für uns.

Viel zu schnell vergingen die gemeinsamen Tage und wir sind uns wieder zu zweit unterwegs. Die Surfstopsuche ist wieder angesagt. Nach ein, zwei Tagen mit Arbeit und Erledigungen haben wir uns dann in El Palmar eingefunden. Tatsächlich fiel dieser Name in den letzten Wochen öfters mal in Gesprächen. Das kleine Surferdörfchen hat tatsächlich seinen ganz besonderen Vibe. Nach anfänglicher Fehlüberlegung, wurde uns schnell gezeigt, dass die Saison hier nicht schon vorbei ist, sondern jetzt erst richtig losgeht. Die anfängliche wellenlose Zeit ändert sich schnell in Beachbreaks non stop. Zwischenzeitlich waren hier nur die richtigen Profis im Wasser ...
Und irgendwie hatte es uns dieses Plätzlichen dann angetan. Ein paar Tage mehr vergehen schnell. Mit kurzer Reifenpanne sind wir schlussendlich über zwei Wochen hier.
Der sandige Stellplatz hatte mittlerweile schon etwas Heimisches. Viele hier leben schon einige Jahre in Ihrem Camper. So lassen wir uns ein bisschen treiben und weiter inspirieren von Reisenden und digitalen Nomaden.
Die letzten zwei Tage haben wir als Abwechslung mal im Inland, in der Nähe von Sevilla auf einem Campingplatz verbracht. Schnell wurde uns wieder klar, ein Städtetag reicht erst mal wieder für die nächste Zeit.
Übrigens haben wir bereits ein paar Sachen an Bob umgebaut in den letzten Tagen. Seid gespannt, was der November so mit sich bringt ;-)

/ 31.10.2022


Was ist in letzter Zeit passiert? 

Ich bin ganz ehrlich, ich habe etwas den Überblick verloren.
Nachdem wir den Westen von Spanien erreicht hatten - das wunderschöne Galicien - folgten Wind und Regentage. Die grüne Natur war wunderbar, aber die Surfingtage ließen auf sich warten. Auch unser Vanalltag hat sich durch Flo's online Vollzeit-Einspannung verändert. Erledigungen und gemeinsame Erlebnisse müssen jetzt etwas nach hinten angestellt werden. Doch wie sagt man bekanntlich, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. So finden wir uns in diesen Ablauf mehr und mehr ein. Der Wind wurde allerdings immer mehr und damit finden wir uns noch nicht so richtig zurecht. Auf der Flucht und Suche nach Wellen erreichten wir dann schneller als gedacht über die portugisische Grenze. Ola und bom dia!
Die Surferhochburg von Europa war für uns mit viel Vorfreude und Begeisterung bestückt. Was folgte, warten Sturmwellen, Unwetter, Überflutung und Parkplatzchaos ... Das hatten wir uns anders gedacht.
Die ersten Tage im Norden waren alles andere als einfach für uns. Ein Problem folgte auf das nächste ... die Sonne blieb aus und auch unsere spanische Gasflasche neigte sich dem Ende zu. Not so easy.
Doch wer das Reisen kennt und liebt, der weiß, dass jede Herausforderung eine Lösung bringt (übrigens überall im Leben so). Mit etwas Kreativität und Innovation haben wir, so step by step alles lösen können. Wieder wurde uns gezeigt, wie hilfsbereit und zuvorkommen die Einheimischen hier sind. Selbst wenn die Kommunikation nur mit einzelnen Wörtern über Google Übersetzer läuft, die Ambition zu helfen ist hier überall stark. Schon oft haben wir gedacht, dass uns so etwas in Deutschland nicht passiert wäre. Umso schöner ist es zu bemerken, wie andere Länder, die vielleicht ein viel einfacheres Leben haben, wesentlich entspannter durchs Leben gehen.

Sowieso wird hier gerade alles etwas aufgelöst ... Reisende, Urlauber werden weniger, kostenfreies Parken ist hier überall möglich und auch das Einkaufen wird, trotz aktueller Inflation, hier mehr und mehr günstiger. So haben wir uns das dann doch mehr vorgestellt. Espresso für 0,70ct und jeden Tag ein Pastais de Nata genießen. Die Strände sind lang, ohne Menschen, soweit man schauen kann. Hier und da ein paar Vanleute treffen und das Leben am Meer genießen.
 
Na gut ... ganz so idyllisch und einfach ist es tatsächlich hier im Süden von Portugal nicht. Denn die Algarve diente während der intensiven Corona-Phase als Hochburg für Van-Reisende. Straßen und Dünen standen voll davon. Die Regulierungen sind hier etwas härter, aber mit ein wenig Anpassung findet man nach wie vor ein angenehmes Plätzchen.
Übrigens sind wir bereits hier unten an der Küste angekommen, da auch um Porto und Lissabon herum ein heftiger Wind uns von der weiteren Küstenroute abgehalten hat.
Ein bisschen Strecke haben wir noch, bevor es im November auf die Kanaren geht. Wir werden sehen, was passiert ...

  Alle daily Updates und Informationen gibt es wie üblich bei uns auf INSTA und  YOUTUBE.
/ 27.09.2022


Unser Bob ist weg!

Ja, es kam alles ganz anders ... aus zwei Wochen wurden sechs und San Vicente fühlte sich schon heimatlich an. Wir waren gerade dabei unsere Weiterreise zu planen, da erhielt Flo die Nachricht, dass er spontan nach Deutschland reisen muss. Wir wussten, dass dieser Fall eintreten würde, aber dass alles so schnell passieren würde, war uns dann doch nicht klar. Kurz mal einen Flug gebucht, ein paar Sachen gepackt und weg ist er. Passend zum Abflug ging es mir dann gesundheitlich gar nicht mehr gut. Die Abwesenheit von Flo habe ich dementsprechend krank in Bob verbracht. Später hatte sich dann herausgestellt, dass mich Corona nach einmal getroffen hatte und der Husten gar nicht mal so einfach zu durchleben war. Also Leute, hier ein kurzer Appell an euch
- stay safe ;-)
Vier Tage später kam Flo nach ewigen An- und Abreisetagen wieder bei uns (Bob und mir) an. Jetzt sollte es aber weiter gehen mit unserer Route Richtung Westen. Bob war schon ganz eingestaubt, da er unseren Stellplatz so gar nicht mehr verlassen hatte.
Aber wie so häufig im Leben haben wir ein wenig falsch gedacht und wurden schnell belehrt und überrascht:
Unser Bobby fährt nicht mehr ... Gerade alles eingerichtet und fahrbereit gemacht. Unser Wochenendziel stand schon fest, aber nein, Bob wollte nicht mehr losfahren. Was folgt, waren viele Telefonate mit dem ADAC, viele helfende Hände vom Campingplatz und Surfcamp und eine Woche im Hotel. Das war zwar viel zu überteuert, doch es hätte alles schlimmer kommen können.
Also warteten wir darauf, dass Bob seinen Urlaub und Reparatur gut übersteht - und ja, das hat er! Es hat sich danach fast so angefühlt, wie nach Hause kommen.

"Bob we love you", das ist jetzt klar.

Nach großem Abschied von alten und neuen Freunden aus unserem SanVi-Aufenthalt sind wir nun seit einer Woche wieder voll unterwegs. Wieder mitten in der Parkplatz- und Surfspotsuche. Zudem ist Flo jetzt Vollzeit eingespannt, was auch in unserem Reisealltag einiges ändert. Aber auch das ist möglich und wenn nicht, dann wird es möglich gemacht. Das haben uns die letzten Wochen auf jeden Fall gedacht.

Neue Videos zu allem, was bei uns so passiert, gibt es übrigens auch auf YOUTUBE.
/ 25.08.2022


Wavelife is pumping!

Und wieder ist so viel Zeit verflogen. Voll mit Wellen, Sand und Sonnenschein. Ich habe das Gefühl, es passiert nicht wirklich viel und doch genug, um es zusammenfassen zu können. Seit fast 3 Wochen sind wir in San Vicente in Nordspanien versunken ... 
Bereits letztes Jahr war ich hier einen Monat im Surfcamp als Yogalehrerin mit im Geschehen dabei. Vor ein paar Tagen kam dann noch meine Freundin hier an, die dieses Jahr diesen Part übernimmt.
 Kurz bevor wir uns hier zwischen Campingplatz und Rinderwiesen eingefunden hatten, haben wir noch Freunde aus Bielefeld getroffen. Irgendwie bereichert es einen schon sehr, wenn man bekannte Gesichter trifft und diese berauschende Zeit zusammen erleben kann. Von italienischer Pizza im Camingstil zu Morgensurf und Sonnenstunden ... so lässt es sich weiterleben.
Zurück gedacht an die letzten Wochen muss ich sagen, klappt alles gut. Bob fühlt sich wohl und macht unsere Reiserouten fleißig mit. Natürlich mit Flo als Offroad-Driver. So richtig hat mich das Fahrfieber nämlich immer noch nicht erreicht ... Denn wer hätte es gedacht, die Straßen sind an Strand und Natur nicht gerade ausgebaut für große Autos (Ironie :-D). Kurz mal ein DANKE an meinen Liebsten, wie toll er das alles macht. 
Ansonsten leben wir von Wellengang zu Wellengang und so langsam zeigt eine Entwicklung auf dem Surfbrett. Vielleicht können wir mal ein paar Aufnahmen zeigen. Unsere Go-Pro hatte sich nämlich bereits beim 1. Mal im Wasser verabschiedet ... RIP in the ocean. 
Morgen heißt es dann "Bye bye San Vi". Wir möchten das Wochenende in den Picos de Europa verbringen und nächste Woche weiter nach Galicia fahren. Dort soll es, sagt man, etwas ruhiger und entspannter zugehen als hier. Die Parkplätze sind hier in der Saison schon gut ausgebaut, aber das hatten wir bereits vermutet. Also wer weiß ... vielleicht sind wir beim nächsten Update bereits im schönen Portugal. 

/ 03.08.2022


35 Tage später ...

Heute vor 5 Wochen sind wir aus NRW losgefahren. Heute vor 35 Tagen haben wir Deutschland verlassen und sind in unser Vollzeitvanlife gestartet. Irgendwie hört es sich nicht sonderlich lange an. Und doch ist so viel passiert, das lässt sich schwer in einen einzigen Text und Worte fassen ...

Über Luxemburg nach Frankreich. Durch den Norden und durch Weinberge sind wir schnell am Meer gestrandet. Und eigentlich ging es dann nur die Küste weiter runter. Von Stellplatz zu Stellplatz. Einen richtigen Plan hatten wir dabei nicht. 
Herausfinden, was am besten funktioniert. Eins kann ich euch sagen, das Internet gehöre nicht dazu ... unseren mobilen Datenrouter hatten wir bereits in Deutschland besorgt. Natürlich haben wir direkt die falsche GB-Karte gekauft, die in keinem Router kompatibel ist. Auch unsere 2. Datendatenkarte, hat nach einer Woche unbegründet den Geist aufgegeben ... ja ja ja ... Auf Reisen wird es nie langweilig und jeden Tag steht eine neue Challenge bevor. Aber genau das ist es, was den Reiz und Begeisterung ausmacht, oder? 
Schwuppsss.... sind wir nach 2 Wochen in Le Pin Sec gelandet und endlich konnte unsere Surf-Season beginnen. Irgendwie geht dann doch alles auf, wie gedacht. Ein bisschen im Surfcamp helfen. Kochen hier und da. Und freundlicherweise sind wir so mit Surfboards und Essen ausgestattet. Well ... so ziehen wieder zwei Wochen vorbei. 
Aber wir wollen weiter. Mehr Meer sehen und Wellen mitnehmen. Also geht es weiter und einen Tag später halten wir unsere eigenen Boards nicht nur in den Händen, sondern lassen uns direkt mal durchwaschen. So gehört sich das. 
Wieder auf Stellplatzsuche und der besten Option am Meer und natürlich kostenfrei ;-). Selbstverständlich haut das in der Sommersaison nicht so hin, wie gewünscht. Aber hey, this is life. 
Kurz mal in die Berge fliehen und durchatmen zwischen Sandkörnern und Meeresrauschen. Kann Leben eigentlich besser sein? Wenn mich jemand heute fragen wird, dann kommt von mir auf jeden Fall ein "Nein". 

Natürlich ist nicht alles so einfach, wie es manchmal scheint. Flo und ich durchleben eine neue Zweisamkeit. Das ist auch oft zu viel und endet in Diskussion und keiner Einigkeit. Aber auch das bringt uns gerade näher und lässt uns wachsen. 

Seit ein paar Tagen sind wir in Spanien unterwegs. Ach Leute, alles geht so schnell ...
So richtig weiß keiner mehr, was gestern war - wieso denn auch. Vielleicht ist das die Zeit, die ich brauch'.

Das Leben im Jetzt und in der Gegenwart. Nicht gestern und nicht morgen. Leben in den Tag.  / 10.07.2022


OMG was ist bitte passiert?!

Leute Leute Leute ... Es ist so verrückt, was aktuell los ist.
Vor 2 1/2 Wochen haben wir früher, als gedacht Berlin verlassen! Gut so, denn jetzt fängt unser Abenteuer erst richtig an. Nachdem wir es uns dann noch einige Tage mit viel Essen bei Familie und Freunden in NRW gut gehen lassen haben, sind wir seit Sonntag unterwegs. Und jetzt heißt es VOLLZEITVANLIFE mit seinen Höhen und Tiefen. Es ist noch nicht mal eine Woche vergangen und wir wissen jetzt schon, dass wir 1. viel zu viel mit haben und 2. Planung meistens nicht aufgeht, wie man es sich vornimmt. Ja ja ja ... wir lernen hier gerade ganz viel Neues jeden Tag.
Unser erstes Ziel ist die Küste Frankreichs gewesen und da sind wir direkt am zweiten Tag angekommen. Eine richtige Route und Plan haben wir nicht und genau das ist irgendwie das Spannende daran.
Aktuell finden wir uns jeden Tag ein wenig mehr ein, denn unser Alltag hat sich komplett gedreht und das ist nicht ganz einfach:

PARKEN
Parkplätze finden, die für Wohnmobile und Campervans frei verfügbar sind und bestenfalls über Frischwasseranlagen verfügen. Aktuell läuft unsere Suche zu 90% über Park4Night. Wir möchten am liebsten kostenfrei draußen stehen. Möchten uns aber nicht komplett begrenzen und werden immer mal wieder Campingplätze mit einbauen. Manchmal lässt es sich aufgrund des Standortes auch gar nicht vermeiden auf einen bezahlbaren Platz auszuweichen. So ist auf jeden Fall unser aktuelles Empfinden in Frankreich. Das Schöne ist, dass auch freie Plätze meistens über Wassermöglichkeiten verfügen.

WASSER
Das ist natürlich super ungewohnt: Mitdenken, wie viel Wasser aus den Wassertanks für was und für wie lange reicht. Unsere Wassertanks müssen ca. alle 3 bis 4 Tage befüllt und Abwassertanks entleert werden.
Wir haben keinen Wasserboiler eingebaut, dass heißt wir kochen und duschen mit kaltem Wasser. Oh yes, let's get strong ;-) .

GAS
Als offizielles Wohnmobil mit Zulassung, kochen wir mit Gas. Das heißt, dass wir in unserer Küche eine Gasflasche mit Gasherd eingebaut haben. Die Flasche muss bei jeder Nutzung korrekt abgesichert sein, sowie an und aus gestellt werden.
Als Absicherung haben wir einen CO-und-Gas-Alarmmelder eingebaut.

STROM
Als autarkes Wohnmobil ziehen wir unseren Strom über unsere eigene Solaranlage auf dem Dach. Das heißt, unsere Batterie läd, wenn wir Sonne haben. Bis jetzt läuft das alles super gut und wir sind grundsätzlich nie mit weniger als 90% unterwegs. Jegliche Anschlüsse und Kabel müssen allerdings entweder über einen separaten Regler angeschlossen werden, oder dürfen nicht mehr als 12V Kapazität haben.

INTERNET
Der ein oder andere fragt sich wahrscheinlich, wie man heutzutage noch ohne Internet überleben und arbeiten soll. Diese Frage haben wir uns auch gestellt. Natürlich sind wir damit nicht allein. Also haben wir bereits vor unserem Reiseantritt einen mobilen Datenrouter von Netgear besorgt. Sogar Antennen zur Signalverstärkung gab es noch dazu. Alles ziemlich geil. Und ... wir haben direkt die falsche Simkarte gekauft, die natürlich nicht für Router funktioniert. Hätten wir mal doch Französisch in der Schule gewählt. Also verbrauchen wir jetzt erst einmal fleißig unser Datenvolumen mit Hotspot. Learn and Try. Oder so ähnlich :-)

EINBRUCH
Es ist leider wahr ... Man hört mittlerweile viele Stories über unschöne Einbrüche in Camper und Van mit Gas und Gewalt. Sicher ist man ja bekanntlich nie. Wir versuchen soweit unser Bestes Wertsachen wegzuschließen, Fenster geschlossen zu halten und für Türen spezielle Riegel zu verschließen.

So und jetzt zu dem Thema, auf das ihr alle gewartet habt:

TOILETTE
Ja, auch wir müssen tagtäglich öfters aufs Klo gehen. Wer mich kennt, weiß, dass ich zu den Dauerpinklern gehöre. Und ich würde lügen, wenn die aktuelle Umstellung einfach ist. Um nicht auf öffentliche Toiletten und andere Sanitäranlagen angewiesen zu sein, haben wir uns ein Trockenklo von Goldeimer geholt (übrigens alles total simple und nachhaltig zusammen gestellt). Grundsätzlich gibt es für Camper und Wohnmobile verschiedene Methoden. Wir besitzen leider keine Trockentrenntoilette. Das heißt, das alles, was bei uns raus kommt zusammen in einen Behälter fließt und fällt :-))). Geruchsfrei können wir mit spezieller Erde (Kackpulver) oder vereinfacht mit Streu nachhelfen. Goldeimer bietet für den perfekten Gebrauch auch noch weitere natürliche Zusatzartikel an. Das Konzept und Gebrauch geht auf jeden Fall auf. Man muss aber bedenken, dass eine Entleerung mindestens alle zwei Tage passieren sollte. 
Und ja, es ist schon etwas gewöhnungsbedürfig neben seinen Ausscheidungen in einem Raum zu schlafen :-D #sorrynotsorry 
Zum Glück sind wir beide recht schmerzfrei, was das Thema angeht und auch draußen Pinkeln ist für mich, genauso wie Flo (surprise ;-)), überhaupt kein Problem.

Wir sind erst ganz am Anfang unserer Reise und wissen, dass noch viele Herausforderungen kommen werden. Aber auch umso mehr freudige Erlebnisse und Bereicherungen auf uns warten. 

Nachdem wir durch die Weinfelder gefahren und in der Nähe von Le Havre am Meer geschlafen haben, sind wir heute weiter durch die Normandie zu diesem besonderen Mont Sant Michel Schloss. Morgen wollen wir dann noch weiter in den Westen an die Küste. Wir werden sehen, was passiert. Und das ist gut so.
/ 08.06.2022 / unbezahlte Werbung



Wir sind ein Wohnmobil.


Ja, es ist wieder einiges passiert im Hause Vanlife. 
Nachdem unser Innenausbau seit einigen Wochen mehr oder wenig vollbracht war, (ich weigere mich das Wort “fertig” zu verwenden, denn ich denke, dass wir immer wieder etwas umändern und anders strukturieren werden) standen noch ein paar Kleinigkeiten auf der endless To-Do-Liste. 
Okay, Kleinigkeiten ist vielleicht nicht richtig, denn es waren wesentliche Dinge...

 Flo hat sich der ganzen Gasinstallation mit sehr viel Aufwand gewidmet und mit etwas Glück haben wir schlussendlich die Zulassung für unser Gas-Koch-System erhalten. Check. 

Der ein oder andere fragt sich vielleicht, wozu das genau wichtig ist: 
Um eine Wohnmobilzulassung zu erhalten, müssen natürlich einige Kriterien wie ein fester Schlafplatz, eine Sitzecke und auch die Gasanlage eingebaut sein. Grundsätzlich ist es kein Muss seinen Van als Wohnmobil umzubauen. Da Flo und ich aber sehr viel für unsere KFZ-Versicherung zahlen, haben wir uns dazu entschlossen, Bob nach diesen Richtlinien auszubauen. Als zugelassenes Wohnmobil bezahlt man nämlich nur die Hälfte an monatlichen Versicherungskosten (zumindest bei uns) + unsere Inneneinrichtung ist inklusive Inhalt mit versichert. 
Und ja - wir haben es geschafft! 
Auch den finalen Check bei der DEKRA haben wir letzte Woche gemeistert.
Das klingt irgendwie alles so einfach, war aber nochmal ganz schöner Aufwand und mit einigen Kosten verbunden.

Ja ähm … Wir sind verdammt stolz. Aktuell zählen wir die letzten Tage in Berlin und räumen alles, was wir mitnehmen wollen ein. Eine richtige Struktur haben wir noch nicht. Aber ich denke, spätestens nach der 1. Woche Vanlife wissen wir, wo was am meisten Sinn macht.

Das etwas Nervige ist gerade, dass wir schon alles unterbekommen - aber dadurch, dass wir unsere Wohnung auflösen und nicht mehr nach Berlin kommen, sind auch noch einige Sachen dabei, die bei meinen Eltern in NRW bleiben. Also ist es insgesamt viel zu viel und ich sehe nach wie vor nur Chaos in der leeren Wohnung und in Bob … 
Aber nicht mehr lang :-)

Das 1. gemeinsame Wochenende in Bob haben wir übrigens letztens in Rostock verbracht. Wir wissen auf jeden Fall, wer auf welcher Seite schlafen wird. Ich weiß gar nicht, ob ihr das wisst, aber Flo kann mit seinen 1.96 m nicht gerade schlafen und muss sich immer etwas schräg liegen. Theoretisch würden die Maße schon passen, aber durch unsere Holzverkleidung und Dämmung haben wir ca. eine Länge von 1.85m zum schlafen. Wir werden sehen, wie das klappt.

Am Wochenende gibt es noch eine Abschiedsparty und dann sind wir nächste Woche weg weg weg. 
Dann folgen noch einige Tage in der Heimat und wir verwerden noch ein paar weitere Dinge erledigen. Das Holz für unsere Dachterrasse muss noch bearbeitet und befestigt werden und wir benötigen noch etwas mehr Stauraum für unsere Küchenschränke.

Achse und noch was! 
Unser Logo ist heute frisch aus dem Druck angekommen und wird die Tage noch auf Bob platziert. Unsere Instagram-Schriftzüge haben wir schon von einer Freundin erhalten - mega nice!

See you soon from the ocean side / 16.05.2022

Bob ist fertig.

Oder auf dem richtigen Weg es zu werden. 
Die letzten Wochen waren nicht so easy. Es war nass, kalt und der ganze Umbau ging nicht so richtig voran (man muss dazu sagen, für mich ist es 90% Zeitstress). Platzprobleme, Parkprobleme und irgendwie wussten wir nicht so richtig wie und was und wo ... Also haben wir spontan alles an Werkzeug eingepackt und sind für eine Woche nach NRW zu meinen Eltern gereist. Dank Home Office und Ostertagen, war das zum Glück kein großes Umplanen.
 Dorfleben, Ruhe und das beste von allem PLATZ. 

Platz zum Parken, für Werkekleien, Sägearbeiten und alle weiteren Umräumaktionen.
So wendete sich das Blatt ziemlich schnell. Aus kalten Regentagen wurden sonnenreiche Frühlingsgefühle und das Glück war mit uns. 
Flo hat eins nach dem anderen abgemessen, gesägt und eingebaut. Ehrlich gesagt weiß ich schon gar nicht mehr, was wir alles die letzten Tage geschafft haben. Es ist schon etwas magisch, welche Wandlung Bob gerade durchlaufen ist. 
Folgendes ist jetzt fertig:
- Sitzecke mit lasiertem Klapptisch
- Küchenzeile mit Herdplatte
 Wasserpumpsystem und Oma's Emaille Schüssel als Abwaschbecken
- Hängeschränke mit Klappdeckel
- Garage mit Einlegeflächen und Kühlboxschanier
- Radkästenholzverkleidung
- Fußboden
- Holzverkleidung der Türen mit Regalen
- Auspuffhalterungen

Leute, wie mega ist das bitte?!

Wir müssen uns als nächstes um die korrekte Gasanlage kümmern, damit wir dann die Wohnmobilzulassung (die Versicherung kostet dann nur die Hälfte) und TÜV Erneuerung beantragen können. 
Zudem können wir einfach schon anfangen zu dekorieren und anfangen unsere Sachen zu verstauen. Übrigens, wen es noch weiterer interessiert, wir werden unsere Auslandsreisekrankenversicherung jetzt über die "Würzburger" abschließen.

Den Mai nutzen wir dann noch, um alles aus unserer Wohnung los zu werden, zu streichen und eine Abschiedsparty zu geben und dann heißt es am 29.05. BYE BYE Berlin - we won't come back! Ach und noch was ... wir haben jetzt ein Logo :-)
/ 17.04.2022



Es werde Licht.

Was die letzten Wochen geschah:
Es ist wieder einiges passiert im Hause von Anna und Flo. Unser Bob hat seit gestern endlich Strom und wir können ganz autark mit unserer Renogy Solaranlage die Batterie aufladen und unsere Elektronik via USB anschließen.
Ich würde euch gerne im Detail erklären, was wir da wie getan haben, aber ich habe so gar keine Ahnung von Schalkreisen und Plus und Minus und Sicherungen und was man sonst so alles braucht ...
Also wer hier Details zur Installation wissen möchte, der kann sich gerne direkt bei Flo melden ;-)  Er und sein Freund Martin haben so einige Fachgespräche hinter sich und yeyyyy!!!! alles ging gut!
Für uns die die eigene Stromversorgung enorm wichtig, da unser Plan ist auf der Reise weiter remote zu arbeiten und auch wir unsere Vanlife Onlinepräsenz über weitere Kanäle ausbauen wollen.
Hierfür sind wir aktuell noch auf der einfachsten Möglichkeit einer mobilen Internetverbindung. Es gibt tatsächlich Reiserouter, die mit den verschiedenen Ländertarifen aufgeladen werden können. Ein richtiges Gefühl, wie viel wir allerdings mit Onlinemeetings, Livestreams und Videobearbeitung benötigen, haben wir leider noch nicht und dieses Thema ist noch etwas ungeklärt für uns ...

Ein weiteres Verwaltungsthema, was wir bis dato noch nicht final beendet haben, ist die Auswahl der richtigen Auslandsreisekrankenversicherung.  Normalerweise ist diese Versicherung für einen Zeitraum von bis zu 61 Tagen sehr sehr günstig und irgendwie hatten wir uns schon darauf eingestellt hier sehr sparsam zu fahren (Für alle Urlaubsreisenden empfehle ich die HUK24 ;-) ) . Wenn man allerdings bis zu 361 Tage verreisen möchte, werden die Beträge nach Tagen berechnet und es gibt enorme preisliche Unterschiede. Über Stiftung Warentest hatten wir eine sehr gute Möglichkeit uns eine Übersicht erstellen zu lassen. Wenn ihr, wie Flo und ich, aber in verschiedenen Krankenkassen versichert seid, wird das Ganze umso komplizierter und wir sind hier gerade noch in der Findungsphase ...

Aber das ist natürlich nicht unser einziges großes Highlight der letzten Zeit.  Nachdem wir bereits im Februar alles an Fixkosten wie Miete, Strom, Internet und GEZ gekündigt hatten (Hey Leute, immer noch ein geiles Gefühl!!!), war der nächste Schritt bei uns die Möbel und Dinge, die wir nicht verkaufen wollen bzw. schon verkauft haben, und aktuell nicht mehr benötigen, bei meiner Oma unter zu lagen. Also leben wir jetzt ohne Esstisch, ohne Sofa, ohne Sessel und ohne Schränke und sowieso jede Woche mit weniger Kleidung :-) . 

Jetzt aber genug zu Ausräum- und Orgathemen! Denn Bob hat jetzt nicht nur Eigenstrom, sondern auch eine fertige Holzverkleidung der Innenwände und Decke und Dank Verschweißen ist auch alles von unten wieder rostfrei. 

Zudem hat Flo bereits das Holz für unsere Möbel besorgt und das Küchengestell steht bereits. Alles mal wieder super entspannt durch Flo's super Freunde aus dem Handwerk. Ganz ehrlich, der Typ kennt einfach für jedes Problem jemanden - was will man mehr! 
Auch die Wasserpumpe für unser Frisch- und Abwassersystem ist schon montiert.

Heute haben wir dann nochmal so richtig bei unserer nächsten Bestellung reingehauen:
Gasherdplatte. Dachterrassenhalterung. Dachleiter. Kühlbox. Spühlschüssel. Duschschlauch. Dichtungen. Halterungen. Scharniere. 

Es wird einfach mega geil!!! / 20.03.2022 / Unbezahlt Werbung

Bob ist jetzt ein richtig heißer Feger ;-)

Es gibt viel neues zu berichten und zu zeigen. Auch wenn unter Anbetracht der aktuellen Weltsituation alles paradox und surreal erscheint, versuchen wir irgendwie mit Hoffnung und gutem Glauben in die nächste Zeit zu blicken. Ja, es klingt schon komisch zu diesem Moment … Wir denken und gedenken alle, die in und um die Ukraine mitleiden müssen und hoffen, dass alle Zuflucht finden können. 
Wir wissen nicht was kommt. Vielleicht ist das auch gut so. 

Bob strahlt mittlerweile immer mehr wohnlicher und wir sind irgendwie froh, immer unabhängiger zu werden von unserer gekündigten Wohnung und Standort. Ich muss schon sagen, wir waren ganz schön fleißig die letzten Tage. Schon vor zwei Wochen hatte Flo alles gegeben und innerhalb von zwei Tagen unseren Bob von oben bis unten abgeschliffen und neu lackiert. (Einmal kurz Applause für Flo bitte!). Wer sich fragt, wieso ich nicht dabei war … Nun, dass Ganze ist bei einem Bekannten von Flo außerhalb von Potsdam in einer größeren Werkshalle passiert. Naja, und bei gefühlten Minusgraden (auf jeden Fall für mich ;-)) bin ich leider keine helfende Begleitung. Vor allem nicht noch über Nacht. So war auch das Werkeln für dieses Wochenende unter dem aktuellen Wetter gar nicht mal so einfach. Aber wir hatten den Masterparkplatz schlecht hin direkt vor unserer Haustür, so dass wir quasi mit Kaffee, Tee, Wärmflasche und jeglichen Utensilien ausgestattet waren. So muss es sich wohl anfühlen, wenn man in einer Halle, oder Haus- und Heimnähe draußen arbeiten kann. 

Flo hat wie immer alles im Blick und es wurde noch kurz der Strom mit der Kabeltrommel über den Balkon gelegt und let’s go! 

Holzverkleidung fertig anpassen, sägen, bohren, messen. Danach sind wir kurz an dem Lattenrosteinbau verzweifelt, aber zu später Abendstunde hat es doch noch funktioniert und heyyyyy … wir haben jetzt ein richtiges Bett! Aber nicht nur das:

 Samstag ging es dann direkt früh weiter. Der übliche Bauhausbesuch, damit auch nichts fehlt und weiter geht’s. Eigentlich war unser Plan viel Holz zu ergattern an der polnischen Grenze, aber das hat einfach mal so gar nicht funktioniert und wir waren komplett auf dem falschen Weg. Also ging es weiter … 
Nach ein paar verlorenen Nerven aufgrund von unserer Seitenteilbefestigung, die mit viel zu festem Klebeband von uns befestigt wurde, haben wir uns zum Abend noch die Solarpanels gegönnt und Flo hat beide auf dem Dach angebracht. 
Ich muss schon sagen, dass sieht ganz schön edel aus. Aber auch das war es noch nicht!

 Gestern ging es dann nochmal an die Farben :-). 8 Stunden haben wir vom Feinsten gerollt und lackiert. Ganz unter dem Motto: Do it yourself! Es war nicht einfach, aber es sieht richtig geil aus! 
Unser Bob ist jetzt ein ganz Hübscher und in unserem Neuköllner Kiez sind wir mittlerweile mehr als bekannt. 
Natürlich ist das auch unserer neuen Instagram Werbung geschuldet, die wir auf die Lackierabklebung in die Fenster gehangen haben (Ironie :D).

What‘s next? 
1.     Stromanschluss beenden
2.     Neue Überzüge befestigen
3.     Holz besorgen für den Möbelbau
4.     Achso, Bob hat leider ein rostiges Loch auf der rechten Seite und wir müssen ihn zeitnah verarzten und zu schweißen lassen. 
 

Die Zeit läuft! Und viel Kraft an alle und überall auf der Welt! / 27.02.2022

Aktuelle Lage: Es tut sich was

Leute, Leute, Leute! Nach ein paar Wochen Ruhe und Corona-Krankheits-Stopp, geht es weiter ins Sachen Bobverschönerung (einfach gesagt auch Vanumbau ;-)). Und ich muss sagen, gerade tut sich ganz schön viel. Flo hat in den letzten Tagen intensiv an dem Thema Holzinnenverkleidung gebastelt. Vorher wurde noch die Dampfbremse angebracht, damit einer kompletten Dämmung und Luftzirkulation nichts im Wege steht. Die letzten Tage hieß es dann vermehrt Sägen, Sägen, Sägen, Messen und Schrauben. Unsere Seitenwände sehen jetzt ganz schön edel aus, da kommt direkt ein Wohlfühleffekt auf. 
Und noch etwas ist passiert: Gestern können wir mit Hilfe eines Freundes die ersten Schritte bei unserer Elektroverkabelung und Anschluss angehen. Bob's Seitentür musste auch noch kurz dran glauben und eine kleine Reinigung erhalten. Plus ein weiteres Upgrade, aber dazu gibt es wann anders mehr.  Okay, ich muss dazu sagen, ich sage immer "wir", aber schlussendlich meine ich damit, dass Flo 80% der Arbeit macht und ich 20% assistierte und verzweifle (das mit der Handwerkskarriere kann ich definitiv vergessen!). Aber woher soll Frau auch wissen, was ein Schaltkreis ist und wo hat man eigentlich gelernt Holz richtig abzuraspeln? Außerdem ist es verdammt nochmal kalt und nass im Februar ...
Ja ja, es bleibt nach wie vor spannend und angespannt, denn wenn es eins ist, was ich richtig gut kann, dann Planen und Struktur einhalten und Druck verbreiten sich an den Plan zu halten :-)))). Die nächsten Tage geht es weiter:
- Dachfenster einbauen
- Holzverkleidung fertig einbauen
- Fehlende Elektroartikel bestellen
- Lackierung starten (Can't wait to pimp our Bob)
Es wird zudem noch ein paar weitere spannende Updates geben, was unsere Planung betrifft. Stay tuned! Happy Sunday to all of you   / 06.02.2022

Here we go again

Ein paar Wochen sind schon wieder vergangen und wir sind angekommen im neuen Jahr. Happy 2022. This is gonna be our year. Our story. Und ja, wir haben so richtig Bock. 
Bob ist mittlerweile ein paar mehr Kilometer mit uns durch die Weihnachtstage gestrichen und wir drei freunden uns immer mehr an. Na gut, man muss dazu sagen, Flo erfreut sich ein wenig mehr am Fahren als ich. Well ... Übung macht wie immer den Meister, I know. Zum Glück gab es zu Weihnachten ein Fahrsicherheitstraining für Kleintransporter vom ADAC :-)))).
So, nun aber wieder zu unserem großen Liebling und Fortschritt:
Bob erfreut sich mittlerweile an einem gedämmten Fußboden und Seitenwänden mit edler Steinwolle. Wir wollten den Guten auch nicht weiter durch die Wintertage frieren lassen. Wohltuend und fürsorglich, wie es sich eben gehört. 
Als nächstes steht jetzt für uns, oder sagen wir mal Flo, die Elektronikausstattung an. Kabel, Kabel, Kabel. Das wird noch mal ein etwas heikler und anstrengender Prozess.
Übrigens haben wir uns auch schon entschieden in welcher Lackierung Bob später umherfahren darf. Aber dazu gibt es wann anders mehr Infos ... /10.01.2022

The beginning

Es ist passiert. Und das irgendwie ganz schön schnell ... einen Van in Berlin angeschaut und direkt verliebt. Unser Bob nennt sich in Fachkreisen Fiat Ducato und ist gar nicht mal so klein :-) 
Aber wie kam es eigentlich dazu? 
Reisen war für mich immer schon ein großes Thema und kürzere bzw. längere Ziele in meinem Leben. Egal ob mehrere Monate in Australien, Sommertraum Wochen in Asien, oder Kurzurlaube in Europa - für mich (und viele andere ;-)) Ist die Vollkommenheit und Bereicherung, die man beim Reisen erlebt ein Lebensziel. 
Das Thema eigener Van stand eigentlich nie so 100% klar definiert in unserer Beziehung. Flo ist Natur- und Outdoorfreund und ich wusste, dass er irgendwie einfach mal länger raus wollte. Weg von allem, was gewohnt ist und was mit normalem Alltag zutun hat.  
Nun, dann zog sich Corona länger als gewünscht und dieses ganze Reisethema ist gezwungenermaßen an der Umsetzung gescheitert. 

Im Juni 2021 bin ich dann tatsächlich recht spontan für 2 1/2 Monate nach Frankreich und Spanien geflohen, um als Yogalehrer in verschiedenen Surfcamps unterzukommen und meine Wellenreiter-Skills zu vertiefen. 
Das Meer. Der Ocean. Es war schon immer das, was mich vollkommen Ganz und im Reinen fühlen lassen hat. Diese Magie. Dieses Rauschen. Das ist der vollkommene Moment. 
Verbunden mit Flo's Besuch und 24/7 Campinglife war für uns beide danach klar: Es wird ein Van. Also haben wir uns einen Plan gemacht. 
(Oder eher ich, Flo ist eher so der Macher ;-))) 

Und nach einigen Wochen Onlinevergleich und Überlegungen war Bob unsere 1. 
Was folgte waren Chaos aus Versicherung, Kfz-Steuer und Anmeldegebühren. Aber Bob gehört jetzt zu uns, also heißt das ab jetzt Zusammenhalt. 
Ab dann hatte Flo den Plan und ich habe jegliche Struktur abgegeben:
1. Wandböden entfern
2. Böden entfern und rostfrei machen
3. Fenster einbauen
4. Dämmung einbauen
uvm in Planung ... 
+ kaufen kaufen kaufen
Solar, Elektronik, Holz, Kleber, Werkzeug ...
Was soll ich sagen ... ich habe keine Ahnung wie wir hier weiter vorgehen und wie was passiert und Flo zu 10000% dankbar, wie er jeden Tag Tutorials studiert und weiß, wie wir was weiter umsetzen müssen.

Ich bin so gespannt! Es ist noch unendlich viel zutun und eins sage ich jetzt schon, es gab schon genug Auseinandersetzungen zwischen uns zu diesem Thema. Aber unser Ziel ist klar: Nächsten Sommer geht es los. We can't wait! / 16.12.2021

Life is now. Make it happen.